Westfalenbank

Die Westfalenbank AG wurde 1921 von mehreren Industrieunternehmen des Ruhrgebietes (Bergbau-Aktiengesellschaft „Lothringen“, Essener Steinkohlenbergwerke AG und Maschinenfabrik Henschel & Sohn AG) gegründet.

Ihren Aufschwung erlebte die Bank in den 1950er Jahren, in denen sie Hausbank etlicher Ruhrgebietskonzerne war. Als der Chemiekonzern BASF 1969 die Muttergesellschaft Wintershall AG übernahm, wurde die Bankanteile an die Bayrische Hypotheken- und Wechselbank AG veräußert, die ihrerseits später in der HypoVereinsbank aufging. Im Jahr 2002 wurde die Westfalenbank an die Düsseldorfer Falke-Bank AG verkauft. 2004 kaufte die HypoVereinsbank die Westfalenbank wieder zurück.

Die HypoVereinsbank filetierte in den folgenden Jahren einzelne Bereiche der Westfalenbank: Das Asset-Management wurde vom Finanzkonzern Fortis gekauft, das Privatkundengeschäft ging an Merck Finck & Co, das Firmenkundengeschäft mit einem Kreditvolumen von rund einer Milliarde Euro blieb bei der HypoVereinsbank. Die Reste gehören seit 2006 einem Distressed Fund, der US-amerikanischen Crown-Gruppe. Im Sommer 2012 hat die Koidl-Guppe die Markenrechte "Westfalenbank" aus Liquidation des Bochumer Bankhauses erworben.