HNWI | “Die Lage” am 5.7.16

Allgemein

GROSSBRITANNIEN: Die britischen Konservativen beginnen heute ihre Auslese der Kandidaten für die Nachfolge von Parteichef und Premierminister Cameron. Fünf Politiker haben ihren Hut in den Ring geworfen. In drei Wahlgängen stimmt die Unterhaus-Fraktion der Konservativen über die Kandidaten ab, wobei jeweils derjenige mit den wenigsten Stimmen aus dem Bewerberfeld ausscheidet. Weitere Wahlgänge folgen am Donnerstag und am 12. Juli. Die dann übrig gebliebenen zwei Kandidaten werden in einer Urabstimmung unter den 150‘000 Parteimitgliedern gegeneinander antreten. Der Sieger soll am 9. September bekanntgegeben werden.

CHINA/KONJUNKTUR: Der chinesische Dienstleistungssektor ist im Juni gewachsen. Der am Dienstag veröffentlichte Einkaufsmanager-Index des Markit-Instituts und des Medienhauses Caixin stieg auf 52,7 Punkte von 51,2 Zählern im Mai. Das ist der höchste Stand seit elf Monaten.

SAUDI-ARABIEN: Eine Serie von Selbstmordanschlägen hat Saudi-Arabien am Montag erschüttert. Am Abend sprengte sich nach Berichten des Staatsfernsehens ein Bomber nahe der Prophetenmoschee in Medina in die Luft, dem zweitwichtigsten Heiligtum im Islam. Weitere Explosionen wurden aus der Stadt Katif im Osten des Landes gemeldet, einer Hochburg der schiitischen Minderheit in dem sunnitisch geprägten Golfstaat.

ÜBERNAHMEN/REGULIERUNG: Der deutsche EU-Kommissar Oettinger hat sich angesichts der Übernahme des Augsburger Roboterherstellers Kuka durch den chinesischen Haushaltsgeräte-Hersteller Midea für ein europäisches Aussenwirtschaftsgesetz ausgesprochen.

BREXIT: Die Zentralbanken haben Insidern zufolge nach dem Brexit-Votum in der vergangenen Woche bei den Handelstischen grosser Banken so viele Kontrollanfragen wie seit Jahren nicht mehr getätigt. Offensichtlich wollten die britische und die US-Notenbank sowie der Europäischen Zentralbank möglichst zeitnah und umfassend die Aktivitäten am Markt im Blick haben, um frühzeitig mögliche Turbulenzen im Zuge des Brexit erkennen zu können.

BREXIT: Die Stimmung bei den Unternehmen in Grossbritannien hat sich nach dem Brexit-Votum massiv verschlechtert. Bei der jüngsten Umfrage der Forschungsinstitute YouGov und Centre for Economics and Business Research (CEBR) gaben 49 Prozent der Firmen an, den allgemeinen wirtschaftlichen Ausblick für die nächsten zwölf Monate pessimistisch zu betrachten. Vor dem Referendum waren nur 25 Prozent dieser Ansicht.

BREXIT/FRANKREICH: Frankreich muss dem führenden Oppositionspolitiker Alain Juppe zufolge auf britische Pläne reagieren, die Steuerlast von Unternehmen auf unter 15 Prozent zu senken.

BREXIT: Grossbritannien knüpft ein Bleiberecht für EU-Ausländer nach einem Austritt des Landes an Gegenseitigkeit. “Es ist vorgeschlagen worden, dass die Regierung den hier lebenden EU-Bürgern ein volles Bleiberecht garantieren soll”, sagte Einwanderungsminister Brokenshire.

RÜSTUNGSEXPORTE: Nach der Verdoppelung im vergangenen Jahr liegen die von der Bundesregierung genehmigten Rüstungsexporte einem Zeitungsbericht zufolge auch im ersten Halbjahr 2016 auf einem Rekordniveau. Die Bundesregierung habe in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Ausfuhrgenehmigungen für Waffenexporte im Wert von mehr als vier Milliarden Euro erteilt, berichtete die “Welt” unter Berufung auf Regierungskreise.

ROHSTOFFE: Die zunehmende Digitalisierung treibt laut einer neuen Studie die Nachfrage nach bestimmten Rohstoffen wie Lithium in den kommenden Jahren drastisch in die Höhe.

Die US-BÖRSEN waren am Montag wegen des Unabhängigkeitstags geschlossen.

Die TOKIOTER BÖRSE hat am Dienstag nachgegeben. Händler erklärten die Abschläge mit dem Anstieg der Landeswährung Yen, der die Exporte verteuert. Auch Bankenwerte standen nach den schlechten Vorgaben aus Europa auf den Verkaufslisten.    

Märkte

Markets
Close
% Chng
%YTD Perf.

USA

DJ Industrial Average
17949.37
0.11
3.01
S&P 500
2102.95
0.19
2.89
Nasdaq Composite
4862.57
0.41
-2.89

Switzerland

SMI
8056.71
-0.35
-8.63
SPI
8704.98
-0.36
-4.28

Europe

EuroStoxx 50
2862.21
-0.72
-12.40
DAX
9709.09
-0.69
-9.62
FTSE 100
6522.26
-0.84
4.48
CAC 40
4234.86
-0.91
-8.67
IBEX-35
8268.90
1.29
-14.37
MIB
16012.31
-1.74
-25.24

Asia

Nikkei 225
15775.80
0.60
-17.88
Hang Seng
21059.20
1.27
-4.57
CSI 300
3204.70
1.60
-13.75

Currencies
Close
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%YTD Perf.
USD/CHF
0.9712
-0.16
-2.97
EUR/CHF
1.0835
-0.29
0.23
EUR/USD
1.1149
0.09
2.48

Commodities & Metals
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% Chng
%YTD Perf.
Gold Ounce USD
1349.44
0.62
26.47
ICE - Brent Crude Oil Future
50.10
-0.50
32.86
ICE - WTI Crude Oil Future
48.76
-0.47
30.1

Futures
Last
% Chng

E-Mini Dow Future
17883.00
-0.31

E-Mini S&P 500 Future
2091.75
-0.21

E-Mini Nasdaq 100 Future
4433.25
-0.22

SMI Future
8007.00
-0.12

Europ Stoxx 50 Future
2845.00
-0.42

DAX Future
9664.50
-0.41

US Gov.-Bonds
% Close
Change

US Treasury Yld Index - 10 yr
1.4560
-0.03 (-2.15%)

US Treasury Yld Index - 30 yr
2.2410
-0.07 (-2.86%)

Schweiz

UBS: Die französischen Steuerbehörden verlangen von der UBS Informationen zu Konten von französischen Kunden. Die Schweizer Grossbank bezweifelt aber, dass die Rechtsgrundlage für die Lieferung der Daten genügend sei. Entsprechend wolle die UBS die Zulässigkeit des Verfahrens vom Bundesverwaltungsgericht prüfen lassen.

CREDIT SUISSE legt einer internen Mitteilung zufolge das Aktien- und das Anleihen-Geschäft in der Region Asien-Pazifik zusammen. Leiter der neugeschaffenen Einheit werde Aktienchef Ali Naqvi.

JULIUS BÄR hat die Übernahme der Commerzbank -Tochter in Luxemburg mit einem verwalteten Vermögen von 2,5 Milliarden Euro abgeschlossen. Im Kaufpreis von 78 Millionen Euro sind 35 Millionen Euro an regulatorischem Kapital enthalten, die in der neuen Bär-Tochter bleiben, wie eine Sprecherin sagte. Das sind 10 Millionen Euro mehr als ursprünglich angekündigt. Bär habe sich entschieden, der neuen Tochter wegen ihrer strategischen Bedeutung mehr Kapital zuzuschiessen.

SWISSCOM: Die Tochter Fastweb ist im Bieterrennen um Mobilfunkkapazitäten in Italien in Rücklage geraten. Favorit sei die französische Iliad, erklärten Insider.

LAFARGEHOLCIM hat einem Bericht der Publikation “Mint” zufolge fünf abschliessende Angebote für die zum Verkauf stehenden Geschäftsbereiche in Indien erhalten. Dabei handle es sich um Cemex SAB, Piramal Enterprises, JSW Cement Ltd, Nirma und Anhui Conch Cement.

VON ROLL will die jährlichen Fixkosten um mehr als 18 Millionen Franken senken. Damit gehe ein Abbau von bis zu 160 Arbeitsplätzen einher. Die Restrukturierungskosten dürften sich auf acht Millionen Franken belaufen.

EFG INTERNATIONAL will auf einer ausserordentlichen Generalversammlung am 26. Juli zusätzliches genehmigtes Kapital von 15 Millionen Aktien schaffen. Zudem hat die Privatbank die definitive Geschäftsleitung festgelegt.

PARNTERS GROUP übernimmt die Führung bei der Übernahme der französischen Immobilienverwaltungsfirma Foncia. Foncia erzielte 2015 mit mehr als 8‘000 Beschäftigten einen Umsatz von rund 700 Millionen Euro und ist neben Frankreich in Deutschland, der Schweiz und Belgien tätig. Verkäufer seien die Beteiligungsfirmen Bridgepoint und Eurazeo.

GOTTEX FUND MANAGEMENT will im Rahmen der Rekapitalisierung insgesamt 36,993 Millionen Aktien ausgeben. 4,959 Millionen Titel seien von bestehenden Aktionären gezeichnet worden.

BURKHALTER hat mit der M + H Elektro AG und der Jurt Elektro AG zwei Elektrotechnik-Unternehmen mit einem gemeinsamen Jahresumsatz von 5,5 Millionen Franken gekauft.

PAX ANLAGE hat per Ende Juni die ihre nicht-strategische 51 Prozent-Beteiligung an der Sonnenhof Immobilien in Emmenbrücke mit 90 Einheiten verkauft.

FLUGHAFEN ZÜRICH hat sich Insidern zufolge aus dem Bieterrennen um die Teilprivatisierung der französischen Flughäfen von Nizza und Lyon zurückgezogen.

NEW VALUE: BLUE EDGE - Peak Growth Fund, Luxembourg, hat sein gesamtes Aktienpaket von 15,82 Prozent der New Value Aktien an die Mont Grinnell Financiere verkauft.

APG vermarktet ab sofort die Verteil- und Promotionsflächen in 170 SBB-Bahnhöfen.

WISEKEY-Verschlüsselungstechnologie ist neu mit gewissen Plattformen von Microsoft kompatibel.        

International

MERCK: “Wir haben wenig Spielraum für Wachstum durch Zukäufe”, sagte Konzernchef Oschmann der “FAZ”. “Es geht jetzt um Wachstum trotz Schuldenabbau”.

IKEA setzt verstärkt auf Sofas, Regale und andere Produkte für gehobene Ansprüche. “Unsere Kunden erwarten, dass wir bessere Qualität anbieten. Heutzutage kannst Du keine Wegwerf-Produkte bauen. Wer einen Sofatisch kauft, erwartet, dass der lange hält”, sagte Ikea-Chef Agnefjall zu Reuters.  Der Konzern wolle neue Käuferschichten erreichen, etwa ältere Leute, ergänzte Ikea-Chefdesigner Engman.

BOSCH: Beim Bosch-Konzern zeichnet sich nach dem schwachen ersten Quartal keine Wachstumsbelebung ab. “Bei der Konjunktur haben wir keinen Rückenwind”, sagte Finanzchef Asenkerschbaumer dem “Handelsblatt”. Gegen Vorwürfe, Bosch habe durch die Lieferung der Software zur Motorsteuerung an Volkswagen Beihilfe zur Abgasmanipulation geleistet, werde sich der Konzern entschieden verteidigen.

Quelle : REUTERS, MarketMap, Rothschild Bank, Koidl

http://romankoidl.com/post/146935107108

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